Raster-Manager
Die Pane Raster-Manager erzeugt Führungslinien: Spalten, Zeilen, Stege, Mittelachsen, Drittel und Goldenen Schnitt — in einem Zug und mit einer Vorschau, bevor etwas auf die Folie kommt. Sie verändert keinen Folieninhalt und braucht keine Auswahl.
Geöffnet wird sie über den Knopf Raster-Manager im PPPTools-Menüband, Gruppe Werkzeuge. Sie bleibt am Rand angedockt, während du auf der Folie arbeitest. Der Nachbarknopf Arbeitsbereich führt zur Einstellungsseite Arbeitsbereich — dort wird die Fläche eingerichtet, die das Raster als Rahmen nimmt.
Pro-Funktion
Der Rastergenerator steht ab der Lizenzstufe Pro zur Verfügung. Die Pane ist auch ohne Pro sichtbar; die Lizenz wird beim Raster setzen und beim Speichern eigener Vorlagen geprüft.
Im Kopf der Pane stehen zwei Knöpfe: Führungslinien einblenden / ausblenden zeigt oder verbirgt alle Führungslinien (dasselbe wie Alt+F9), Raster-Linien setzt das unten eingestellte Raster oder nimmt genau dessen Linien wieder weg.
Die Abschnitte darunter von oben nach unten: Rastervorlagen · Vorschau · Raster · Aufteilung · Welche Rasterlinien · Einzelne Linien · Farben · Ziel · Raster setzen · Führungslinien entfernen.
Früher ein Reiter
Bis September 2026 war das der Reiter Raster in der Pane Arbeitsbereich & Raster. Der Inhalt ist derselbe; der Arbeitsbereich wird jetzt in den Einstellungen eingerichtet, und diese Pane macht nur noch das Raster.
Rastervorlagen
Ganz oben steht die Vorlagen-Auswahl. Eine Rastervorlage merkt sich die Vorschrift des Rasters — Art, Rahmen, Aufteilung, welche Linien und deren Farben.
Zwei getrennte Vorlagenlisten
Die einzelnen Linien weiter unten haben eine eigene Liste. Eine Rastervorlage lässt sie unberührt, eine Linien-Vorlage lässt das Raster unberührt — jede Liste füllt genau den Abschnitt, in dem sie steht. So lässt sich ein beliebiges Raster mit einem beliebigen Liniensatz kombinieren.
Die Liste kommt aus drei Quellen, erkennbar an der Markierung:
| Markierung | Herkunft |
|---|---|
| [Werk] | Mitgeliefert: 12 Spalten, Drittel, Hälften, Zentimeterraster |
| [Team] | Vom Team bereitgestellt |
| [Ich] | Deine eigenen Vorlagen |
Gibt es denselben Namen mehrfach, gewinnt die spezifischere Ebene: Ich überschreibt Team, Team überschreibt Werk.
| Knopf | Wirkung |
|---|---|
| Speichern | Legt die aktuellen Einstellungen unter einem Namen ab. Ein eigener Name wird nach Rückfrage überschrieben; Werk- und Team-Vorlagen bleiben unangetastet — gespeichert wird dann eine eigene Kopie. |
| Umbenennen | Neuer Name; der alte bleibt als Aliasname bestehen, damit Verweise weiter greifen. |
| Löschen | Entfernt die eigene Vorlage. Werk- und Team-Vorlagen lassen sich nicht löschen, auf Wunsch aber ausblenden. |
| Ins Team | Stellt die Vorlage allen im Team zur Verfügung (setzt eine erreichbare Team-Ablage voraus). |
Ohne gewählte Vorlage gelten trotzdem die Einstellungen darunter — die Vorlage ist ein Startpunkt, keine Voraussetzung.
Vorschau
Darunter zeigt eine Miniatur der Folie im Seitenverhältnis der Präsentation, welche Linien entstehen — mit denselben Farben wie später auf der Folie. Sie rechnet bei jeder Änderung mit und ersetzt das Ausprobieren auf der Folie.
Zwei Zeilen darunter fassen das Ergebnis in Zahlen: Linien: {n} senkrecht · {n} waagrecht, die Grösse des Rahmens sowie Breite und Höhe einer Zelle.
Raster
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Art | Fläche teilen — der Rahmen wird in Spalten und Zeilen zerlegt. Fester Abstand — Linien in einem gleichbleibenden Abstand, unabhängig davon, wie viele hineinpassen. |
| Achsen | Ob nur senkrechte, nur waagrechte oder beide Linien entstehen. Die stillgelegte Seite wird ausgegraut: bei nur senkrecht sind Zeilen, waagrechter Steg und waagrechte Schrittweite ohne Wirkung, bei nur waagrecht die Spalten-Gegenstücke. Die Werte bleiben stehen und gelten wieder, sobald beide gewählt ist. |
| Rahmen | Arbeitsbereich — es gilt der Arbeitsbereich der Präsentation. ganze Folie — der Rahmen ist die Folie; darunter erscheinen vier eigene Randfelder. |
| Einheit | Zentimeter, Punkt oder Prozent — die Einheit aller Längenfelder in dieser Pane. |
| Rand oben / rechts / unten / links | Nur bei Rahmen ganze Folie: der Abstand vom Folienrand, je Wert eine Zeile. |
Aufteilung
Welche Felder hier stehen, hängt von der Art ab.
Fläche teilen
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Anzahl Spalten | Zahl der Spalten, 0 = keine |
| Anzahl Zeilen | Zahl der Zeilen, 0 = keine |
| Steg zwischen Spalten | Abstand zwischen zwei Spalten |
| Steg zwischen Zeilen | Abstand zwischen zwei Zeilen |
Fester Abstand
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Abstand senkrecht | Abstand der senkrechten Linien |
| Abstand waagrecht | Abstand der waagrechten Linien |
| Ursprung senkrecht | ab linkem Rand, ab Rahmenmitte (beidseitig) oder ab Folienmitte (beidseitig) |
| Ursprung waagrecht | ab oberem Rand, ab Rahmenmitte (beidseitig) oder ab Folienmitte (beidseitig) |
„Beidseitig" heisst: gezählt wird von der Mitte aus nach beiden Seiten — das Raster bleibt symmetrisch, auch wenn es nicht aufgeht.
Welche Rasterlinien
Die Schalter gelten nur für das gerechnete Raster. Die einzelnen Linien weiter unten hat kein Häkchen hier in der Hand — jede von ihnen hat ihr eigenes.
Jede Linienart lässt sich einzeln zu- und abschalten:
| Schalter | Linien |
|---|---|
| Rahmenkanten | Die vier Kanten des Rahmens |
| Spaltenkanten / senkrechte Linien | Bei Teilen die linke und rechte Kante jeder Spalte, bei festem Abstand die senkrechten Schrittlinien |
| Zeilenkanten / waagrechte Linien | Dasselbe waagrecht |
| Stegmitten | Die Mitte jedes Stegs — nur bei Fläche teilen |
| senkrechte / waagrechte Mittelachse | Die Mitte des Rahmens |
| Drittel | Die Drittelteilung des Rahmens |
| Goldener Schnitt | Die Teilung im Verhältnis 1 : 1,618 |
Ist kein einziger Schalter aktiv, meldet die Pane das („So entsteht keine einzige Linie …") und setzt nichts.
Einzelne Linien
Teilen und Fester Abstand erzeugen immer gleichmässige Reihen. Manche Linien passen in kein Muster: die Unterkante der Kopfzeile, der Anschlag des Logos, die Höhe, ab der kein Text mehr stehen darf. Dafür gibt es den Abschnitt Einzelne Linien.
+ Linie hängt eine Zeile an. Jede Zeile beschreibt genau eine Führungslinie:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Häkchen | Zeile an oder aus — ausgeschaltete Zeilen bleiben stehen, erzeugen aber keine Linie |
| Beschreibung | Wofür die Linie da ist. Nur für dich; PowerPoint sieht den Text nicht. |
| Seite | links, rechts, oben oder unten. Legt Ausrichtung und Bezugskante fest: rechts 3 cm heisst 3 cm vom rechten Folienrand. |
| Abstand | Der Wert, in der oben gewählten Einheit |
| Farbe | Eigene Farbe dieser Linie. Bleibt sie leer, gilt der Topf Einzelne Linien aus dem Abschnitt Farben. |
| ✕ | Zeile wegwerfen |
Die Zeilen kommen zusätzlich zu Teilen bzw. Festem Abstand — beides zusammen ist der Normalfall. Sie durchlaufen denselben Weg wie alle anderen Linien: Sie werden auf die Folie gekappt, mit deckungsgleichen Linien zusammengelegt, in der Vorschau angezeigt und mit Raster setzen geschrieben.
Linien-Vorlage
Über den Zeilen steht eine eigene Vorlagen-Auswahl. Eine Linien-Vorlage merkt sich nur diese Liste — die Beschreibungen, Seiten, Abstände, Farben und welche Zeilen eingeschaltet sind.
Sie funktioniert genau wie die Rastervorlagen weiter oben: dieselben Markierungen [Werk] · [Team] · [Ich], dieselben vier Knöpfe, dieselbe Ablage. Der einzige Unterschied ist, was sie füllt:
| Diese Vorlage laden … | … setzt | … lässt stehen |
|---|---|---|
| Rastervorlage (oben) | Art, Rahmen, Aufteilung, welche Rasterlinien, Farben | die Liste der einzelnen Linien |
| Linien-Vorlage (hier) | die Liste der einzelnen Linien | das ganze Raster |
Damit lässt sich derselbe Satz Sonderlinien — Kopfzeile, Logo-Anschlag, Textkante — über jedes beliebige Raster legen, ohne ihn neu einzutippen.
Gleiche Namen sind erlaubt
Die beiden Listen stehen nebeneinander, ein Raster und ein Liniensatz dürfen darum gleich heissen — etwa beide Angebot.
Gemessen ab
Über den Zeilen steht dieselbe Liste Gemessen ab wie auf der Einstellungsseite Arbeitsbereich: Folienrand oder Folienmitte. Sie bestimmt, wie die Spalte Abstand gelesen und geschrieben wird — PowerPoint selbst zeigt die Position seiner Führungslinien ab der Folienmitte an, wer dort abliest, stellt hier Folienmitte ein und tippt die Zahl direkt ab.
Es ist eine Einstellung an zwei Stellen: Wer sie hier umstellt, arbeitet auch auf der Einstellungsseite Arbeitsbereich in der neuen Lesart. Beide lesen sie beim Aufschlagen neu — steht das andere Fenster schon offen, zeigt es die Umstellung, sobald du es das nächste Mal aufschlägst oder seine Anzeige auffrischst. Die Linien selbst bleiben liegen, wo sie liegen — nur die Zahl wird anders geschrieben.
Die Randfelder des Rasters bleiben ab Kante
Die vier Rand-Felder oben im Abschnitt Raster (bei Rahmen ganze Folie) folgen dieser Liste nicht. Sie sind Einrückungen und keine Positionen — und sie landen in den Vorlagen, wo eine persönliche Lesart nichts zu suchen hätte.
Von der Mitte aus auch für die Ketten
Bei der Art Fester Abstand decken die Auswahlfelder Ursprung senkrecht/waagrecht denselben Wunsch für ganze Linienketten ab — mit ab Rahmenmitte oder ab Folienmitte (beidseitig).
Farben
Der Abschnitt steht hinter beiden Quellen, weil er für beide gilt: für das gerechnete Raster und für die einzelnen Linien.
Standardmässig haben alle Linien eine Farbe (Feld Linienfarbe). Der Schalter Farbe je Linienart öffnet stattdessen fünf Farbtöpfe:
| Topf | Gilt für |
|---|---|
| Rahmenkanten | die vier Rahmenkanten |
| Spalten- und Zeilenkanten | Spalten-/Zeilenkanten bzw. Schrittlinien |
| Stegmitten | die Stegmitten |
| Achsen, Drittel, Goldener Schnitt | die drei Hilfsteilungen |
| Einzelne Linien | die Zeilen aus Einzelne Linien, soweit sie keine eigene Farbe tragen |
Das lohnt sich, sobald viele Linien im Spiel sind: 12 Spalten mit Stegen ergeben allein senkrecht 35 Führungslinien — mit Farbe bleiben Kante und Stegmitte auseinanderzuhalten. PowerPoint färbt jede Führungslinie einzeln, die Farben stehen also nebeneinander auf derselben Folie.
Welche Farbe eine einzelne Linie am Ende bekommt, entscheidet sich in dieser Reihenfolge: eigene Farbe der Zeile → sonst der Topf Einzelne Linien → und bei ausgeschaltetem Farbe je Linienart schlicht die Linienfarbe.
Die Farben gehören zur Rastervorlage
Beides — der Schalter und alle Töpfe — wird in der Rastervorlage mitgespeichert, nicht in der Linien-Vorlage. Eine Linien-Vorlage merkt sich nur die eigenen Farben ihrer Zeilen.
Ziel
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Schreiben nach | Präsentation, Master, Layout dieser Folie oder alle Layouts |
| Vorhandene | ersetzen — die Führungslinien der Zielstufe werden zuerst geleert. behalten und ergänzen — das neue Raster kommt zu den bestehenden dazu. |
Eine einzelne Folie hat keine eigenen Führungslinien — die feinste Stufe ist das Layout. Ein Raster nur für einen bestimmten Folientyp geht deshalb über Layout dieser Folie.
Da die Normalansicht Präsentation, Master und Layout übereinander zeigt, addieren sich Raster auf verschiedenen Stufen optisch. Wer ein sauberes Bild will, setzt alles auf eine Stufe.
In alle offenen Präsentationen schreiben
Der Schalter ganz unten im Abschnitt schreibt einen Klick in jede gerade geöffnete Datei statt nur in die vorderste — praktisch, wenn ein Foliensatz über mehrere Dateien verteilt ist und überall dasselbe Raster gelten soll.
Gerechnet wird dabei je Präsentation neu. Foliengrösse und Arbeitsbereich sind in jeder Datei andere; übertragen wird darum die Vorschrift — Spalten, Zeilen, Stege, Ziel — und nicht das Ergebnis. Ein für 16:9 gerechnetes Raster landet so auch in einem 4:3-Deck an den richtigen Stellen.
Wird vorher gefragt
Steht Vorhandene auf ersetzen, räumt der Klick auch in Fenstern auf, auf die gerade niemand schaut — und entfernte Führungslinien holt Strg+Z nicht zurück. Die Pane fragt darum nach und sagt dabei, um wie viele Präsentationen es geht.
Der Schalter gehört zum einzelnen Klick, nicht zum Raster: Er steht nach jedem Start wieder aus und wird in keiner Vorlage mitgespeichert.
Raster setzen
Raster setzen schreibt die Linien in das gewählte Ziel und meldet, wie viele gesetzt, ersetzt oder ergänzt wurden. Auf Vorgaben zurücksetzen stellt die Standardeinstellungen der Pane wieder her (die Folie bleibt unberührt).
Kein Rückgängig
Führungslinien liegen ausserhalb des Undo-Stapels von PowerPoint: gesetzte oder entfernte Linien holt Strg+Z nicht zurück.
Meldet die Pane statt eines Ergebnisses eine Warnung, stimmt die Aufteilung nicht — etwa „Die Spalten wären null oder negativ breit" (zu viele Spalten oder zu breite Stege) oder „Der Abstand ist so klein, dass die Linien nicht mehr alle passen".
Führungslinien entfernen
Der letzte Abschnitt räumt auf. Entfernen aus kennt dieselben vier Stufen wie das Ziel und zusätzlich überall (alle Stufen) — das leert Präsentation, Master und sämtliche Layouts auf einmal und fragt vorher nach.
Nur die Linien dieses Rasters entfernen
Wer Vorhandene auf behalten und ergänzen gestellt hat, hat danach zwei Raster übereinander — und Führungslinien entfernen nimmt beide weg. Der Knopf Nur die Linien dieses Rasters entfernen trifft stattdessen genau die Linien, die zu den gerade eingestellten Werten gehören.
Er rechnet die Vorschrift dafür neu und sucht das Ergebnis auf der Folie: Ausrichtung, Position und Farbe müssen zusammenpassen. Liegen zwei gleiche Linien übereinander, verschwindet eine.
Von Hand verschobene Linien bleiben liegen
Wer eine Führungslinie nachträglich mit der Maus verschoben hat, findet sie hier nicht wieder — sie sitzt nicht mehr an der berechneten Stelle. Solche Linien nimmt nur Entfernen aus weg.
Der Knopf ist frei nutzbar, auch ohne Pro-Lizenz. Dasselbe tut der Knopf Raster-Linien im Kopf der Pane.
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