Format-Dialoge (Farbe, Schrift, Rahmen, Füllung)

Erstellt: 2026-08-16 · Aktualisiert: 2026-08-16

Überall dort, wo PPPTools eine Farbe, eine Schrift, einen Rahmen oder eine Füllung von Ihnen wissen will, öffnet sich seit Version 2.1 ein eigener Dialog statt der Windows-Dialoge. Diese Seite beschreibt die vier Dialoge einmal zentral — die einzelnen Werkzeugseiten verweisen hierher, statt es jedes Mal zu wiederholen.

Der wichtigste Unterschied steckt nicht in der Auswahl, sondern darin, was gespeichert wird: eine Farbe kann neu den Bezug auf die Vorlage behalten, statt als fester Wert einzufrieren. Das ist im Abschnitt Design-Bezug erklärt.


Der Farbwähler

Ein Klick auf ein Farbfeld öffnet den Farbwähler direkt beim Mauszeiger — er verhält sich wie das Aufklappmenü eines Farbknopfs im Menüband und nicht wie ein Fenster, das man erst suchen muss. Ein Klick auf eine Farbe wählt sie aus und schliesst den Wähler; ein Häkchen markiert die aktuell gesetzte Farbe.

Die Gruppen von oben nach unten

Gruppe Inhalt Ergebnis
Designfarben Die 10 Farbplätze des aktuellen Foliensatzes, je mit 5 Abstufungen (heller / dunkler) — dasselbe Raster wie in PowerPoint Bezug auf die Vorlage
Standardfarben Die 10 Grundfarben von Dunkelrot bis Violett fester Wert
Palette Aufklappliste mit den 27 PPPTools-Farbpaletten, darunter deren Farben fester Wert
Zuletzt verwendet Die 10 zuletzt gewählten Farben, über Sitzungen hinweg gemerkt wie damals gewählt
Genauer Wert Weitere Farben… · Pipette · Hex-Eingabe fester Wert
Automatisch Nur wo es sinnvoll ist (z. B. Schriftfarbe) „automatisch"

Palette ≠ Farbschema

Eine Farbpalette (z. B. „Star Wars") ist eine geordnete Liste fester Farben — Position bedeutet nur „die nächste". Ein Farbschema hat dagegen 12 benannte Plätze (Text 1, Akzent 1–6, …), bei denen die Position eine Rolle beschreibt. Nur ein Farbschema kann deshalb einen Vorlagenbezug tragen. Darum steht die Palettengruppe bei den festen Farben und nicht in der Designfarben-Matrix.

Design-Bezug — warum sich eine Farbe beim Vorlagenwechsel mitändert

Klicken Sie eine Designfarbe an, merkt sich PPPTools nicht den Farbwert, sondern den Farbplatz der Vorlage — also z. B. „Akzent 3, Heller 60 %". Wechselt der Foliensatz später das Design, wandert diese Farbe mit, genau wie die Farben, die PowerPoint selbst vergibt.

Klicken Sie dagegen eine Standardfarbe, eine Palettenfarbe, „Weitere Farben…", die Pipette oder das Hex-Feld an, wird der feste Farbwert gespeichert. Er bleibt bei jedem Designwechsel genau so, wie er ist.

Es gibt dafür keinen Schalter — die Art der Auswahl entscheidet. Damit trotzdem klar ist, was gerade gilt, steht unter der Vorschau eine Zeile im Klartext:

  • „folgt der Vorlage" — die Farbe ändert sich mit dem Design.
  • „bleibt genau so" — die Farbe ist fest.

Wo der Bezug erhalten bleibt — und wo nicht

Ob ein Design-Bezug dauerhaft gespeichert werden kann, hängt am jeweiligen Werkzeug. Erhalten bleibt er dort, wo PPPTools die Farbe direkt auf die Folie schreibt — etwa in Suchen & Ändern und bei allem, was Sie über die Format-Dialoge unmittelbar auf ein Objekt anwenden. In einigen älteren Einstellungsspeichern (Venn-Diagramme, Puzzle, Wordcloud, QR-Code, Projektplan, Snippet-Parameter) wird die Designfarbe beim Wählen zum festen Wert aufgelöst; die Auswahl ist dieselbe, nur der Bezug wird dort nicht mitgeführt. Der Farbwähler sagt Ihnen jeweils in der Klartextzeile, was gilt.

Pipette

Die Pipette nimmt eine Farbe vom Bildschirm auf — auch ausserhalb von PowerPoint. Nach dem Klick legt sich ein Abzug des Bildschirms über alles; unter dem Mauszeiger vergrössert eine Lupe den Bereich 10-fach, sodass sich einzelne Bildpunkte sicher treffen lassen. Der Hex-Wert steht unter der Lupe.

  • Linke Maustaste — Farbe übernehmen
  • Esc oder rechte Maustaste — abbrechen
  • Ein Wechsel in ein anderes Fenster bricht ebenfalls ab

Die Pipette liefert immer einen festen Farbwert. Einen Vorlagenbezug kann sie nicht liefern — vom Bildschirm ist nicht ablesbar, ob ein Farbpunkt aus einem Farbplatz stammt oder von Hand gesetzt wurde.


Schrift-Dialog

Ersetzt den Windows-Schriftdialog. Enthalten sind:

  • Schriftart — die Liste zeigt jeden Namen in seiner eigenen Schrift
  • Grösse — mit Auf-/Ab-Pfeilen in Schritten von 1 pt
  • Schriftschnitt — Fett · Kursiv · Unterstrichen · Durchgestrichen
  • Lage — normal · hochgestellt · tiefgestellt
  • Schreibung — normal · Kapitälchen · GROSSBUCHSTABEN
  • Zeichenabstand — in Schritten von 0,1 pt
  • Schriftfarbe und Texthervorhebung — beide über den Farbwähler, also mit Design-Bezug
  • Live-Vorschau

Was die Vorschau nicht zeigt

Zeichenabstand, Hoch-/Tiefstellung und Kapitälchen lassen sich in der Vorschau nicht darstellen. Statt sie stillschweigend wegzulassen, nennt eine Zeile unter der Vorschau diese Einstellungen im Klartext.


Rahmen-Dialog

Ersetzt den bisherigen Linien-Dialog und bietet deutlich mehr:

  • Sichtbar — Rahmen zeichnen oder entfernen
  • Farbe — über den Farbwähler
  • Stärke in pt — mit Auf-/Ab-Pfeilen in Schritten von 0,5
  • Strichart — alle 9 Einträge, die auch PowerPoint kennt (vorher waren es 6)
  • Verbundtyp — einfach · dünn-dünn · dünn-dick · dick-dünn · dick zwischen dünn
  • Transparenz — 0–100 %, mit Schieber
  • Spitze Anfang / Spitze Ende — Form und Grösse der Pfeilspitzen
  • Vorschau mit echtem Strichmuster, Transparenz und gefüllten Spitzen

Verbindungsart und Abschlusstyp

PowerPoint zeigt im eigenen Aufgabenbereich zwei weitere Einstellungen, die Sie hier nicht finden: die Verbindungsart (wie die Ecken eines Umrisses ausgeführt sind — abgeschrägt, abgerundet, spitz) und den Abschlusstyp (wie die Enden einer Linie enden — flach, rund, quadratisch).

Der Grund liegt nicht bei PPPTools: PowerPoint stellt beide Einstellungen Zusatzprogrammen schlicht nicht zur Verfügung. Sie lassen sich also von aussen weder lesen noch setzen.

Wo Sie die beiden finden

In PowerPoint selbst: Objekt anklicken → rechte Maustaste → Form formatierenLinie → Abschnitt Verbindungsart bzw. Abschlusstyp. Was Sie dort einstellen, bleibt erhalten — der Rahmen-Dialog von PPPTools fasst diese beiden Einstellungen nicht an.

Als erreichbaren Nachbarn bietet der Dialog stattdessen den Verbundtyp — die Aufteilung einer Linie in mehrere parallele Striche.


Füllungs-Dialog

Ersetzt den bisherigen Füllungs-Dialog, der nur Vollton und zweifarbige Verläufe kannte.

  • Sichtbar — füllen oder „keine Füllung"
  • Art — Vollton · Verlauf · Muster · Textur · Bild
  • Farbe und Transparenz stehen für sich, unabhängig von der Art — „nur umfärben" und „nur durchsichtiger machen" sind die häufigsten Wünsche
  • Verlauf — beliebig viele Farbstopps auf einer Ziehleiste (Doppelklick setzt einen Stopp, + sucht die grösste Lücke), je Stopp Farbe, Position und Transparenz; linear / radial / rechteckig; Winkel
  • Voreingestellte Verläufe — eine Aufklappliste mit zwei Blöcken: oben die 30 aus dem Design gerechneten (6 Akzentfarben × 5 Varianten, folgen also der Vorlage), darunter die kuratierten PPPTools-Verläufe (feste Farben)
  • Muster · Textur · Bild mit den jeweils zugehörigen Einstellungen
  • Vorschau auf Schachbrettgrund, damit eine halbtransparente Füllung als durchsichtig und nicht bloss als „heller" erscheint

Eine gewählte Voreinstellung ist ein Startpunkt, keine Sackgasse: danach lässt sich jeder Stopp einzeln ändern. Die Liste stellt sich deshalb nach dem Übernehmen wieder auf den Platzhalter zurück — die Vorlage ist eingesetzt, nicht mehr „in Kraft".

Verlaufstyp „Pfad"

PowerPoint bietet im eigenen Aufgabenbereich vier Verlaufstypen: linear, radial, rechteckig und Pfad. Der vierte fehlt hier — wie bei der Verbindungsart gibt PowerPoint ihn Zusatzprogrammen nicht heraus. Einen Pfad-Verlauf stellen Sie weiterhin über Form formatieren → Füllung in PowerPoint ein.


„Unverändert" — der Änderungs-Modus

Die drei Dialoge Schrift, Rahmen und Füllung kennen zwei Betriebsarten:

  • Voll-Modus — jedes Merkmal hat einen Wert, alles wird gesetzt. So arbeiten die Dialoge, wenn Sie ein Objekt direkt formatieren.
  • Änderungs-Modus — vor jeder Zeile steht ein Häkchen. Nur die angehakten Merkmale werden geschrieben, alle übrigen bleiben unangetastet. Das ist die Betriebsart, die Suchen & Ändern nutzt: Eine Regel, die nur die Schriftfarbe setzen soll, lässt Schriftart und Grösse in Ruhe.

Beim Rahmen und bei der Füllung übernimmt der Schalter Sichtbar gleich drei Aussagen und braucht deshalb kein eigenes Häkchen:

Schalter Bedeutung
unbestimmt (graues Quadrat) unverändert lassen
angehakt Rahmen zeichnen bzw. füllen
leer Rahmen entfernen bzw. keine Füllung

Liest ein Dialog aus einer Mehrfachauswahl mit uneinheitlichen Werten, gehen die betroffenen Häkchen von allein auf „unverändert" — was uneinheitlich ist, bleibt uneinheitlich, bis Sie es ausdrücklich setzen.


Wo die Dialoge auftauchen

Praktisch überall, wo PPPTools eine Farbe oder ein Format abfragt: Suchen & Ändern · Venn-Diagramme · Wordcloud · Puzzle · QR-Code · Farbmuster · Parametrisierte Snippets (@param color, @param line, @param fill, @param font) · Admin-Farbpalette · die Shape-Werkzeuge im Aufgabenbereich.

Es gibt daher einen Farbwähler zu lernen statt eines Windows-Dialogs pro Stelle — und die zuletzt verwendeten Farben gelten über alle Werkzeuge hinweg.

Verfügbarkeit

Die Format-Dialoge sind Teil der Bedienung und in jeder Lizenzstufe verfügbar — sie ersetzen bestehende Dialoge und schalten kein zusätzliches Werkzeug frei.